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Innovationsdruck nimmt zu

Wenn man dieser These zustimmt, stellt sich als erstes die Frage: Was ist Innovation?

Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten, obwohl jeder glaubt es zu wissen. Nur ein Beispiel: Sucht man das innovativste Unternehmen 2017, so wird man feststellen, dass es dort zwei völlig unterschiedliche Sichtweisen gibt. In der Forbes Liste findet sich unter den 50 innovativsten Unternehmen kein einziges deutsches. Dagegen findet man in der Studie eines großen internationalen Beratungsunternehmens Siemens als erstes deutsches Unternehmen auf Platz 21. Wer hat recht? Beide. Denn es gibt keine einheitliche Definition von Innovation. Ganz allgemein tauchte der Begriff Innovation oder auch Invention schon 200 n. Chr. auf und bedeutete Veränderung, Erneuerung. Über die Jahrhunderte wandelte sich dieser Begriff. Anfang des 20. Jahrhunderts widmete sich Schumpeter wieder dem Begriff Innovation und definierte fünf Fälle:

  1. Herstellung eines neuen Produktes oder einer neuen Produktqualität
  2. Einführung einer neuen, noch unbekannten Produktionsmethode - muss jedoch nicht auf einer Erfindung basieren
  3. Erschließung eines neuen Absatzmarktes, auf dem ein Industriezweig noch nicht „eingeführt“ war - unabhängig davon, ob dieser Markt schon vorher existierte oder nicht
  4. Erschließung einer neuen Bezugsquelle von Rohstoffen oder Halbfabrikaten
  5. Durchführung einer Neuorganisation, wie z. B. Schaffung oder Abschaffung einer Monopolstellung

All diesen Fällen gemein ist, das sie spontan und diskontinuierlich in Erscheinung treten. Erst dann kann man von einer Innovation sprechen. Vor diesem Hintergrund gibt es vielfältige Möglichkeiten für ein Unternehmen innovativ zu sein.

Ein zweiter wesentlicher Aspekt für Innovationen sind die verschiedenen Zyklen, die durch eine Innovation bestimmt werden. Innovationen, die grundlegende Veränderungen in fast allen Lebensbereichen bewirken und selbst wieder Auslöser von Innovationen sind, werden als Basisinnovationen bezeichnet. Ob etwas das Potenzial zu einer Basisinnovation hat ist eine hoch spekulative Annahme, da ich erst im Nachgang d.h. nach ca. 2 Generationen feststellen kann, ob es so war. Ein zweiter Innovationszyklus ist getrieben von Investitionen in neue Produktionsmittel. Mit neuen Verfahren soll ein neues Produkt oder ein neuer Prozess umgesetzt werden. Dieser Zyklus dauert je nach Investitionsvolumen zwischen 6 und 12 Jahren. Der dritte Innovationszyklus ist mit drei bis sechs Jahren der kürzeste. Triebfeder der Innovation sind kurzfristige Gewinnerwartungen.

Wenn wir also davon sprechen, dass der Innovationsdruck zunimmt, so sprechen wir in Wirklichkeit über den Druck auf die Unternehmen zur Steigerung der kurzfristigen Gewinne durch Innovation. Angewendet auf die fünf Fälle nach Schumpeter heißt dies:

  1. Welches Produkt/welchen Service kann ich in maximal drei Jahren entwickeln, um einen zusätzlichen Gewinn zu erzielen?
  2. Welcher Fertigungsprozess – auch in neuer Kombination – verschafft mir kurzfristig einen Kostenvorteil?
  3. Wie kann ich kurzfristig einen neuen Absatzmarkt erschießen?
  4. Welches Potenzial bietet mir der Lieferantenmarkt im Sinne neuer Beschaffungsquellen?
  5. Wie kann ich kurzfristig ein Alleinstellungmerkmal erreichen?

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